Sammy in Gefahr!

Meeresschildkröten sind Weltreisende. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie im Wasser und sind daher in fast allen Weltmeeren anzutreffen.

Sammys Freund Ray, die Lederschildkröte, ist mit ca. 500 kg die größte Art der Meeresschildkröten. Doch im Wasser bewegt sie sich, genau wie alle anderen, schnell und elegant. Ihre Größe hilft ihr aber nicht gegen die vom Menschen verursachten Gefahren.

Kannst du dich noch daran erinnern, welche vom Menschen verursachten Gefahren auf die Freunde im Meer und an Land lauerten? Zähle sie auf! (Siehe Dokument „Aufgaben und Lösungen“)


Passende Zitate

Sammy: „Wer tut uns so etwas an?“ (die Ölverschmutzung)

Ray: „Keine Ahnung. Jemand, der den Verstand verloren hat.“

Sammy: „Menschen sind merkwürdige Wesen. Die einen veranstalten eine Riesenschweinerei und die anderen müssen es wieder in Ordnung bringen.“

Vera: „Hier schwimmt ´ne Menge Müll rum. Damit muss man vorsichtig sein.“

Sammy: „Und was die Menschen angeht muss ich zugeben, dass wir mehr und mehr auf Ihre Hilfe angewiesen sind. Um uns zu schützen und um unsere wunderschönen Ozeane zu erhalten.“

Ray: „Gibt es da Menschen?“

Sammy: „Du weißt doch, die gibt es überall.“

 

 

Alle Meeresschildkröten sind stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht.

Überlege dir, wie man diese Tiere vor einer Gefährdung durch Menschen retten könnte.

Außer den im Film gezeigten gibt es noch mehr Gefahren für die Schildkröten. Viele Strände sind in den letzten Jahren z.B. für den Tourismus erschlossen worden und dies verhindert, dass die Weibchen zur Eiablage an den Strand kommen können. Zudem wird Jagd auf Schildkröten gemacht und nicht selten werden ihre Eier aus den Gelegen entfernt, um sie als Speise zu verkaufen. Besonders die Grünen Meeresschildkröten oder auch „Suppenschildkröten“ werden gerne als Suppeneinlage verwendet, der Panzer nicht nur dieser Art wird auch als Schmuck geschätzt. Meeresschildkröten wurden erst in ihrem Bestand gefährdet, als sie im 19. Jahrhundert industriell genutzt wurden. Die größte Bedrohung stellt für sie heutzutage aber zunehmend die Fischerei dar. Man nimmt an, dass jährlich etwa 250.000 Tiere als Beifang in den Netzen der Fischereiflotten verenden. Auch die zunehmende Vermüllung der Meere ist eine große Gefahr. Lederschildkröten fressen 10-100kg Quallen täglich und können dafür bis zu 1.200m tief tauchen. Doch sie können eine schwimmende Qualle nicht von einer im Wasser treibenden Plastiktüte unterschieden. Häufig verenden sie an gefressenen Plastikmüll.

 

Noch weiß man nicht alles über die Wanderungen, die Meeresschildkröten im Laufe ihres Lebens unternehmen. Um dies zu erforschen und mit diesem Wissen die Tiere besser zu schützen, werden eigens gefangene Schildkröten mit speziellen Sendern ausgestattet und dann wieder freigelassen. Mit Hilfe der Satelliten-Telemetrie ist es möglich, die Wanderrouten und das Verbreitungsgebiet dieser Reptilien nachzuvollziehen. An Land können nur die eierablegenden Weibchen „besendert“ werden. Will man ein Männchen mit einem Sender ausstatten, so müssen diese im freien Meer gefangen werden. Man versucht, mit Fischern zusammenzuarbeiten, die die Tierschützer informieren, sobald sich eine Schildkröte in ihren Netzen als Beifang verfangen hat. Nur so schafft man es, den guten Schwimmern in den Weiten des Ozeans überhaupt habhaft zu werden.